💶 Steuern2025-10-03
Erfahre, wann du eine Steuererklärung während deiner Ausbildung einreichen musst, wie du kostenlose Tools wie ELSTER und Taxfix nutzt und wie hoch deine Rückerstattung ausfallen kann.
Eine Steuererklärung in Deutschland einzureichen, klingt einschüchternd — vor allem, wenn du neu im Land bist, die Sprache noch lernst und ein Ausbildungsgehalt verdienst, das kaum für die Miete reicht. Aber hier ist die Sache: Der Steuererklärung Ausbildung Prozess ist einer der wenigen finanziellen Schritte, der dir tatsächlich Geld in die Tasche zurückbringt — manchmal mehrere hundert Euro. Egal ob du verpflichtet bist oder es freiwillig machst: Wenn du verstehst, wann und wie du deine Steuererklärung während deiner Ausbildung einreichst, kann das einen echten Unterschied für deine Finanzen machen.
Die kurze Antwort lautet: normalerweise nein, aber du solltest es fast immer tun.
Das deutsche Steuersystem funktioniert nach dem Prinzip „Besteuerung nach Verdienst". Dein Arbeitgeber zieht Einkommensteuer (Lohnsteuer) direkt von deiner monatlichen Ausbildungsvergütung ab. Wenn dein Bruttoeinkommen unter dem grundlegenden Steuerfreibetrag bleibt — €11.784 im Jahr 2024 — zahlst du im Jahr keine Einkommensteuer. Die meisten Auszubildenden im ersten Jahr verdienen zwischen €600 und €1.000 pro Monat brutto, was bedeutet, dass viele unter oder ungefähr bei dieser Grenze liegen.
Du bist grundsätzlich von der Pflicht befreit, wenn:
Du musst eine Steuererklärung einreichen, wenn:
Das ist der wichtigste Punkt, den die meisten Auszubildenden übersehen. Auch wenn die Einreichung nicht zwingend ist, führt das freiwillige Einreichen fast immer zu einer Rückerstattung. Häufige Gründe:
Eine typische Rückerstattung für Auszubildende in Deutschland beträgt €150 bis €800, je nach Situation.
Wenn die Einreichung für dich optional ist, ist die Frist großzügig: du hast vier Jahre Zeit, um eine freiwillige Erklärung einzureichen. Im Jahr 2024 kannst du noch Erklärungen bis zum Steuerjahr 2020 einreichen. Es gibt keine Strafe für verspätetes Einreichen, wenn es freiwillig ist — und es gibt kein Risiko. Wenn du Geld schulden solltest (was bei Auszubildenden selten vorkommt), reichst du einfach nichts ein.
Wenn du verpflichtet bist einzureichen, ist die Standardfrist 31. Juli des Folgejahres. Für das Steuerjahr 2024 liegt die Frist also am 31. Juli 2025. Wenn du einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein nutzt, verlängert sich die Frist bis Ende Februar des darauffolgenden Jahres — das heißt 28. Februar 2026 für die 2024er-Erklärung.
Wenn du mehr Zeit brauchst, kannst du eine Fristverlängerung (Fristverlängerung) von deinem lokalen Finanzamt anfordern, normalerweise per E-Mail oder Brief. Gib einfach einen Grund an — laufende Dokumentensammlung funktioniert prima.
Du musst keinen Steuerberater engagieren. Mehrere kostenlose oder kostengünstige Tools machen die Einreichung einfach, auch für Anfänger.
ELSTER (www.elster.de) ist das kostenlose Online-Portal der Bundeszentralamt für Steuern. Es ist vollständig kostenlos und deckt alle Steuersituationen ab. Die Benutzeroberfläche ist auf Deutsch, aber wenn dein Sprachniveau B1 oder höher ist, ist es machbar. Die Registrierung erfordert deine Steueridentifikationsnummer, die an deine deutsche Adresse geschickt wurde, als du dich registriert hast.
Taxfix (www.taxfix.de) führt dich mit einfachen Ja/Nein-Fragen auf deinem Smartphone durch den Prozess. Es füllt automatisch aus, was es kann, und markiert fehlende Informationen.
WISO Steuer (www.buhl.de) ist eine Desktop- und App-basierte Software, die bei erfahrenen Einreichern beliebt ist. Sie bietet einen Frage-und-Antwort-Interview-Stil und hat eine umfangreiche Hilfedatenbank.
Wenn du möchtest, dass eine echte Person deine Erklärung überprüft, berechnet ein Lohnsteuerhilfeverein jährliche Mitgliedsbeiträge von ungefähr €50–€150, je nach Einkommen. Sie sind legal berechtigt, Arbeitnehmer und Auszubildende zu unterstützen. Finde einen in deiner Nähe unter www.bdl.de.
Sammle diese, bevor du irgendeine Software öffnest:
Schauen wir uns ein realistisches Beispiel an:
Szenario: Amir ist ein Auszubildender im ersten Jahr in München und verdient €850/Monat brutto (€10.200/Jahr). Sein Arbeitgeber hat aufgrund der Steuerklasse I einen kleinen Betrag Lohnsteuer abgezogen. Er pendelt täglich 18 km mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Jahresticket: €840) und hat sich einen Laptop für €350 gekauft.
Das ist Geld, das beim Finanzamt geblieben wäre, wenn Amir nicht eingereicht hätte.
1. Überhaupt nicht einreichen, weil sie denken, sie verdienen „zu wenig". Auch wenn du keine Steuern schuldest, hast du möglicherweise Lohnsteuer für einen Teil des Jahres gezahlt (z. B. wenn du Mitte des Jahres angefangen hast). Eine Einreichung bekommt das zurück.
2. Das 4-Jahres-Fenster für freiwillige Rückgaben verpassen. Viele Auszubildende absolvieren, fangen an zu arbeiten und vergessen, zurückzuschauen. Wenn du für 2021, 2022 oder 2023 nicht eingereicht hast, kannst du das immer noch tun — aber 2020 läuft Ende 2024 ab.
3. Berufsschule als „zweiten Arbeitsplatz" vergessen. Fahrtkosten zur Berufsschule zählen als Werbungskosten, genau wie das Pendeln zu deinem Arbeitgeber.
4. Persönliche Gegenstände als Arbeitsmittel geltend machen. Ein Gaming-Laptop, den du auch für Netflix nutzt, qualifiziert sich nicht, es sei denn, die berufliche Nutzung ist deutlich vorherrschend. Bleib bei Gegenständen, die du wirklich für deine Ausbildung nutzt.
5. Die falsche Steuerklasse nutzen. Wenn du Mitte des Jahres angekommen bist und Steuerklasse VI zugewiesen bekommen hast statt I, hast du wahrscheinlich deutlich zu viel gezahlt. Eine Steuererklärung korrigiert dies automatisch.
6. Deine Steuer-ID nicht kennen. Ohne deine Steueridentifikationsnummer kannst du nicht elektronisch einreichen. Wenn du sie verloren hast, fordern Sie eine neue unter www.bzst.de an — es dauert 4 Wochen per Post.
Der Steuererklärung Ausbildung Prozess ist nichts, das man fürchten muss — es ist etwas, das man zu seinen Gunsten nutzen sollte. Du bist in den meisten Fällen nicht verpflichtet einzureichen, aber eine bis zwei Stunden auf ELSTER oder Taxfix können dir realistischerweise mehrere hundert Euro bringen. Fang mit deiner Lohnsteuerbescheinigung an, überprüfe deine Quittungen und nutze ein kostenloses Tool, um deine geschätzte Rückerstattung zu sehen, bevor du dich zu etwas verpflichtest.
Wenn du noch die größere Gesamtsituation navigierst — wie man eine Ausbildung in Deutschland findet, Bewerbungsdokumente vorbereitet oder seinen Umzug aus Marokko plant — vereinbare eine Beratung mit unserem Spezialisten (16 €), um erfolgreich Deutsch zu lernen und nach Deutschland umzuziehen. Unser Team kann dir helfen, einen starken Lebenslauf und ein überzeugend Anschreiben zu erstellen, das dich zu den richtigen Arbeitgebern bringt.
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